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Nach den Interviews mit Mitarbeitern der Station, startete unsere Recherche mit Blick auf Schleswig-Holstein und seine Landschaft, denn in den Gesprächen ging es oft um die Themen Heimat, Landschaft, Natur und Identifikation. Unsere Überlegungen führten uns schließlich zu Gänsen bzw. vielmehr zu den Grafiken, die deren Flugrouten ergaben. Dies war eine spannende ästhetische Assoziation zum Thema Landschaft, ohne Landschaft abzubilden. Weitere Recherchen offenbarten uns, das Gänse in der Mythologie als Verbindung zwischen Himmel und Erde gesehen werden. In Schleswig-Holstein sind sie zudem jedem ein präsentes Bild. Allerdings sind sie Zugtieren und mit dem Bild der „Durchreise“ waren wir somit inhaltlich auf mehreren Ebenen wieder bei der Palliativstation angekommen. Auf dieser Basis haben wir abstrakte Grafiken (u.a. Rastplätze, Soundgrafiken, Vorkommen usw.) für den Flur, das Treppenhaus, die Patientenzimmer, den Empfangsbereich sowie dem Raum der Begegnung erstellt. Flankiert werden diese Grafiken durch Schriftzeichnungen von Gänsen. Der Text für diese ist dem Buch „Wenn Du nicht da bist, ist alles nur halb“ von Hans Fallada entnommen.
(Auftraggeber: UKSH Kiel, Realisierung: 2017)